Shopify-News Stand: 11. August 2026 5 Min Lesezeit

Bestellstatus-Seite: Shopify-Stichtag am 26. August 2026

Am 26.08.2026 endet für Non-Plus-Shops die Frist zum Umstieg der Danke- und Bestellstatus-Seite. Was mit den Additional Scripts passiert und was vorher zu tun ist.

Am 26. August 2026 endet für Shops ohne Plus-Abo die Frist, die Danke-Seite und die Bestellstatus-Seite auf die neue Version umzustellen. Der Upgrade-Leitfaden formuliert “vor dem 26. August”, planen Sie den Umstieg also nicht auf den Stichtag selbst. Wer bis dahin nichts tut, verliert den Shop nicht und auch keine Bestellung. Er verliert womöglich seine Conversion-Messung, und zwar ohne Fehlermeldung.

Was zum Stichtag passiert

Shopify hat die alten Danke- und Bestellstatus-Seiten auf Checkout Extensibility umgestellt. Für Plus-Shops lief die Frist bereits am 28. August 2025 ab. Das Shopify Help Center schreibt für Plus-Shops, dass Additional Scripts und checkout.liquid seit diesem Datum nicht mehr bearbeitbar sind und personenbezogene Daten den alten Seiten nicht mehr zur Verfügung stehen. Beides gilt ausdrücklich für Plus. Für alle anderen Pläne nennt dieselbe Seite den 26. August 2026 als Frist.

Der entscheidende Satz steht im Upgrade-Leitfaden für Non-Plus-Shops: Wer die Seiten bis zum 26. August 2026 nicht selbst umstellt, dessen Danke- und Bestellstatus-Seiten werden automatisch auf die neuen Versionen umgestellt. Eine Rücknahme beschreibt der Leitfaden nur für ein selbst durchgeführtes Upgrade, und auch dort nur innerhalb von 30 Tagen. Für die automatische Umstellung nennt er keinen Rückweg.

Das ist der Punkt, an dem die Frist von einer Aufräum-Aufgabe zu einem Risiko wird. Die Umstellung passiert auf jeden Fall. Die einzige offene Frage ist, ob Sie sie vorbereitet haben oder ob sie Ihnen an einem Mittwoch im August widerfährt.

Warum das die Messung trifft und nicht das Design

Die Box Additional Scripts ist für Skripte gedacht, nicht für Gestaltung, und entsprechend sieht ihr Inhalt in deutschen Shops meist aus. Dort steckt Messung: das Conversion-Tag von Google Ads, der Kauf-Event für GA4, ein Meta-Pixel, häufig die Einbindung eines Bewertungsdienstes, der nach dem Kauf eine Bewertungsanfrage auslöst, manchmal ein Affiliate-Tracker.

Alle diese Skripte laufen auf der alten Seite. Auf der neuen laufen sie nicht mehr, weil die neue Seite keine Additional Scripts kennt. Der Ersatzweg sind Pixel: App-Pixel, die eine Marketing- oder Analytics-App mitbringt, und Custom-Pixel, die im Pixel-Manager im Shopify-Admin angelegt werden.

Der Unterschied ist nicht kosmetisch. Ein Custom-Pixel läuft nach der Web-Pixels-Dokumentation in einer Sandbox und bekommt seine Daten über die Kunden-Ereignisse der Plattform, nicht über direkten Zugriff auf die Seite. Ein Skript, das bisher DOM-Elemente ausgelesen oder eine globale Variable aus dem Theme benutzt hat, funktioniert nach dem Umzug nicht dadurch, dass man es kopiert.

Deshalb ist der schlechteste Ablauf der, den die Frist erzwingt, wenn man sie ignoriert: Die Seiten werden umgestellt, die Skripte laufen nicht mehr, die Zahlen im Werbekonto sacken ab, und die Ursachensuche beginnt Wochen später bei den Kampagnen statt bei der Frist.

Der DACH-Teil: die Einwilligung wandert mit um

Wer bisher ein Consent-Werkzeug im Theme und die Marketing-Skripte in der Additional-Scripts-Box hatte, hatte beides an einer Stelle unter Kontrolle. Nach der Umstellung liegt die Steuerung, welches Pixel wann feuern darf, in den Kunden-Datenschutz-Einstellungen und in der Konfiguration des jeweiligen Pixels.

Damit ändert sich nicht die Rechtslage, sondern der Ort, an dem sie umgesetzt wird. § 25 TDDDG knüpft die Speicherung von Informationen auf dem Endgerät und den Zugriff darauf an eine Einwilligung auf Grundlage klarer und umfassender Informationen, vorbehaltlich der Ausnahmen in seinem Absatz 2. Wenn Ihre Marketing-Pixel nach dem Umzug an einer anderen Stelle konfiguriert werden, muss die Verknüpfung mit Ihrem Consent-Werkzeug dort erneut hergestellt und geprüft werden.

Was diese Woche sinnvoll ist

Vier Schritte, in dieser Reihenfolge, und alle machbar, bevor die Frist greift.

Erstens: Öffnen Sie die Checkout-Einstellungen und lesen Sie, was in Additional Scripts tatsächlich steht. Bei einem Shop, der einige Jahre läuft, steht dort häufig mehr als eine Generation Tracking nebeneinander. Machen Sie eine Liste mit Zweck und Zuständigem je Eintrag.

Zweitens: Sortieren Sie die Liste in drei Gruppen. Was ersetzt eine App durch ihr eigenes App-Pixel. Was braucht ein Custom-Pixel. Was kann ersatzlos weg, weil das Tool längst abgeschaltet ist.

Drittens: Stellen Sie selbst um, statt auf die automatische Umstellung zu warten. Nur so bestimmen Sie den Zeitpunkt und können danach messen, ob die Zahlen stimmen.

Viertens: Machen Sie nach der Umstellung eine Testbestellung und vergleichen Sie die eintreffenden Ereignisse in Ihrem Werbe- und Analytics-Konto mit dem Zustand davor. Ein Abgleich über wenige Tage genügt, um zu erkennen, ob ein Ereignis fehlt.

Wenn Sie im Shop noch weitere Altlasten aus der Zeit vor Checkout Extensibility vermuten, lohnt der Blick auf den ganzen Tracking-Aufbau statt nur auf diese eine Box. Schildern Sie uns über das Kontaktformular kurz, welche Tools bei Ihnen auf der Danke-Seite hängen, dann sagen wir Ihnen, welche davon ein Pixel ersetzt und welche einen eigenen Weg brauchen.

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